Herrem GF 4. Liga: Ohne Hiltbrunner und Lehmann zur defensiven Stabilität
Trotz diesen namhaften Abwesenden war man positiv gestimmt. Die Trainingspräsenz in den letzten Wochen war erfreulich, was man von Beginn an auf dem Feld sehen konnte. Man kontrollierte Tempo und Gegner nach belieben und erarbeitete sich im Minutentakt gute Chancen. In den ersten 20 Minuten gegen die Berner war man bereits vier Mal erfolgreich. Dabei stand man Defensiv sehr stabil und musste nur eine knifflige Szene überstehen: nach einem schönen Querpass war der reaktionsschnelle Pauli jedoch zur Stelle.
Die zweite Halbzeit dominierte man nach Belieben und erhöhte gegen die bemitleidenswerten Berner bis kurz vor Schluss auf 9:0. Das 10. Tor wollte dann niemandem mehr gelingen, aber auch so freute man sich über ein mehr als gelungenes Spiel. Besonders überzeugend agierte Siegenthaler, der zwei Mal selber erfolgreich war und zudem noch ein Tor auflegte. Ebenfalls zwei Tore erzielte Beer, jeweils auf schöne Vorarbeit von Thomi, und Wanzenried. Je einmal erfolgreiche waren Mathys, Fontana und Aeschimann.
Im zweiten Spiel wartete dann mit UC Moutier ein weiterer unbekannter Gegner, dies mal sogar von jenseits des Röstigrabens. Manch ein Schwarzenbacher beschäftigte sich in der Pause zwischen den beiden Spielen mit der Suche nach den gängigsten französischen Schimpfwörtern, aus Angst vor einer hitzigen Partie. Doch so weit kam es nicht, Moutier hatte den Indianern schlicht nichts entgegenzusetzen. Hitzig wurde es nur ganz kurz: als ein Spieler des Gegners nach einem fiesen Tritt gegen Kohler noch meinte, die Bank der Schwarzenbacher mit allerlei Nettigkeiten eindecken zu müssen. Angesichts des Spielstandes hatten die routinierten Schwarzenbacher dafür jedoch nur ein müdes Lächeln übrig.
Somit endete auch die zweite Partie mit einem klaren Resultat, diesmal 8:0. Auch in diesem Spiel glänzte insbesondere die 3. Sturmlinie mit Beer (2 Tore, 4 Vorlagen!). Thomi (3 Tore, 1 Vorlage) und Stalder (1 Tor, 1 Vorlage). Die weiteren Tore erzielten Siegenthaler und Fontana. Bedauernswert aus Schwarzenbacher Sicht waren die zahlreichen guten Torchancen die kurz vor Schluss leichtfertig ausgelassen wurden. Etwas bemitleidenswert war zudem der weitestgehend beschäftigungsloste Pauli im Tor, dies dürfte sich aber spätestens mit der Rückkehr von Lehmann und Hiltbrunner wieder ändern.
Der Saisonstart verlief mit den beiden klaren Siegen äusserst erfreulich. Nun gilt es nicht übermütig zu werden und an die gezeigten Leistungen in den kommenden Wochen anzuknüpfen. Gelingt dies dürfte abermals eine Spitzenklassierung in der 4. Liga drin liegen.