, Jan Brechbühl

Herren GF 1. Liga: Blasse Leistung zieht Cupaus mit sich

Mobiliar Unihockey Cup Männer Cup 2026/27: Iron Marmots Davos-Klosters – UHC Black Creek Schwarzenbach 2:9 (0:1, 5:0, 4:1). In das Cupduell gegen die NLB-Absteiger aus dem Bündnerland gingen die Schwarzenbacher zwar als klare Aussenseiter, trotzdem rechnete man sich mit einer guten Teamleistung und guter Tagesform Auswärts Chancen auf ein Weiterkommen aus.

Während andere Vereine früh in der Saison knauserig mit den Plätzen auf dem Matchblatt umgehen müssen, fand sich Schwarzenbach am vergangenen Sonntag mit einem schlanken Kader, bestehend aus gerade einmal 15 Feldspielern in Davos wieder. Dies sollte die Schwarzenbacher jedoch nicht daran hindern mutig mitzuspielen. Die Spielanteile im ersten Drittel waren zwischen beiden Teams verteilt, was zu Torchancen auf beiden Seiten führte. Nicht zuletzt der präzise Führungstreffer durch Ivan Leuenberger nach gerade einmal fünf Minuten bescherte den Schwarzenbachern Hoffnung auf ein allfälliges Weiterkommen. Während die «Creeker» sich weiterhin gute Chancen herausspielten und auf hochkarätige Abschlusssituationen aus waren, beschränkte sich das Heimteam darauf, Quantität statt Qualität bei den Abschlüssen zu suchen. Sie führten zwar die Schussstatistik nach einem Drittel an, konnten jedoch auch dank der stark agierenden Schwarzenbacher Hintermannschaft ihre Abschlüsse in nichts Zählbares ummünzen. Somit gelang es Black Creek ihren Vorsprung sowohl durch ein zwischenzeitliches Unterzahlspiel als auch in die wohlverdiente Pause zu retten.

Die Waage kippt im Mitteldrittel
Es wirkte zu Beginn des zweite Spielabschnitts fast so, als wäre bloss eine Mannschaft aus der Pause zurückgekehrt. Während die Schwarzenbacher zu Beginn mehr als nur mithalten konnten, schienen sie nicht mit der gleichen Intensität weiterspielen zu können. Als die Schwarzenbacher zum ersten Mal auf das Tor des Heimteams schossen, durfte dieses bereits den Ausgleich und wenig später in der 26. Minute auch den Treffer zum 2:1 bejubeln. Zur Mitte des Drittels schienen die «Creeker» wieder zurück ins Spiel zu kommen. Gerade als man auch einen eigenen Treffer drücken wollte, erzielten die Davoser das 3:1. Behielten weiter die Kontrolle über das Spiel und erhöhten nach 36 gespielten Minuten sogar noch auf 4:1. Dieser Vorsprung sollte aus Sicht der Gäste nicht noch weiter ansteigen, ehe man sich wieder in die Kabine verabschieden durfte. Dieses Unterfangen schien zu gelingen, wenn auch die «Murmeltiere» weiter auf ihren fünften Treffer drückten. Gerade als man bereits fast dabei war aufzuatmen und sich für den zweiten Seitenwechsel schon fast bereitmachte, war es da. Das fünfte Tor passend dazu fünf Sekunden vor dem Pausensignal liess die «Creeker» mit einem mulmigen Gefühl in die Pause schreiten.

Schadensbegrenzung als oberstes Ziel
Im Unihockey gilt ein vier-Tore-Rückstand keineswegs als uneinholbar. Gerade deshalb war es für die Schwarzenbacher wichtig sich vom vorherigen Drittel zu erholen und ans erste Drittel anzuknüpfen, wenn sie doch noch die Qualifikation für die nächste Runde erreichen wollten. Dieses Unterfangen erschwerte sich jedoch bereits nach 30 gespielten Sekunden massiv, da die Iron Marmots auf 6:1 erhöhten. Das Spiel verlor infolgedessen an Tempo, da die Gäste nun das Spiel selbst gestalten mussten, was die Aufholjagd weiter erschweren sollte. Gleich zwei unglückliche Tore mussten die Schwarzenbacher in Minute 45 und 46 hinnehmen und der Zwischenstand von 7:1 erinnerte nicht bloss an eine vergangene Fussballweltmeisterschaft, sondern läutete auch die Zeit der Schadensbegrenzung ein. Spätestens der neunte Treffer der Graubündner in der 50. Minute war allerdings zu viel. Die Schwarzenbacher entschieden sich für ein Timeout und stellten nun klar den Fokus darauf die letzten zehn Minuten so gut wie möglich zu gestalten, um mit einem guten Gefühl in den Car Richtung Zuhause steigen zu können. Und tatsächlich der Treffer in bester Knipsermanier von Tobias Ruchti sollte den Schwarzenbachern zumindest ein versöhnliches Gefühl in die Saison mitgeben. Auch die vier Strafminuten zum Spielende gegen die Gäste aus Schwarzenbach sollten nichts mehr am 2:9 Schlussresultat ändern.

Fazit
Obschon die 9:2 Niederlage Schwarzenbach nicht zu stark gewichtet werden darf, war zweifellos ein Zeichen, dass die kommenden Trainingswochen inklusive Trainingswochenende noch genutzt werden müssen, um auf Matchfitness zu kommen. Positiv mitnehmen dürfen die Schwarzenbacher aber auch, dass sie über weite Teile des Spiels mitspielen konnten und die Gegner zu Abschlüssen aus ungünstigen Positionen zwingen konnten. Der erste Ernsteinsatz nach Wiederaufstieg steht für die Schwarzenbacher am Samstag, dem 12. September um 19:30 in der BOE, Zollbrück an. Bis dahin gilt es die vorher angesprochenen Trainingseinheiten zu nutzen, um erfolgreich in die neue Spielzeit zu starten.

Matchtelegramm
I. M. Davos-Klosters - Black Creek Schwarzenbach 9:2 (0:1, 5:0, 4:1) Sportzentrum Arkaden, Davos Platz. SR Gurini/Kleinfeld.

Tore: 5. I. Leuenberger (J. Bieri) 0:1. 21. J. Meier (A. Nerreter) 1:1. 26. F. Kaufmann (W. Elias) 2:1. 30. J. Meier (E. Haapaniemi) 3:1. 37. J. Meier (B. Conzett) 4:1. 40. D. Schröttenthaler (B. Conzett) 5:1. 41. B. Conzett (D. Schröttenthaler) 6:1. 46. F. Brägger (W. Elias) 7:1. 47. B. Conzett (J. Meier) 8:1. 50. D. Schröttenthaler (B. Conzett) 9:1. 56. T. Ruchti (P. Fiechter) 9:2.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen I. M. Davos-Klosters. 3mal 2 Minuten gegen Black Creek Schwarzenbach.

Aufstellung BC:
J. Bieri, J. Brechbühl, K. Blaser, P. Fiechter, P. Hess, Y. Iff, S. Jenzer, M. Jordi, L. Krauer, I. Leuenberger, J. Moser, P. Mühle, M. Reist, S. Rentsch, P. Steiner, T. Ruchti, S. Zaugg

Nicht im Aufgebot: N. Gfeller, A. Hofstetter, M. Schär, R. Scheidegger, J. Stalder, F. Ruchti