Herren GF 4. Liga: doppelte Punkteteilung in Magden
Die 3. Meisterschaftsrunde führte uns ein weiteres Mal in die Region Basel. Nach Spielen in Pratteln und Frenkendorf ging es nach Magden ins Fricktal. Wem diese Ortschaft, wie den meisten Spielern der Schwarzenbacher, ebenfalls kein Begriff ist, hier ein kurzer Abriss über dessen Geschichte: die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits im Jahr 804. In den nächsten gut 1'200 Jahren passierte eigentlich nichts erwähnenswertes mehr, bis im Jahr 2015 die schmucke Sporthalle Matten eröffnet wurde. Deren 10 jähriges Jubiläum wurde nun mit dem Besuch der 2. Mannschaft von Black Creek Schwarzenbach in besonderer Weise geehrt.
Der Gegner im ersten Spiel war die zweite Mannschaft von Sursee. In der zweiten Liga, in der die Fanionteams der beiden Vereine spielen, hat sich dieses Duell bereits zu einem veritablen Derby entwickelt. Die Spieler beider Mannschaften waren bestrebt, dies auch zwei Ligen tiefer beizubehalten. Dem ein oder anderen Indianer war die frühe Anspielzeit deutlich anzumerken. So war es auch keine Überraschung dass ein eher uninspirierter Schuss von Zaugg in den Füssen des Gegners landete und der darauffolgende Konter prompt den Weg ins Tor fand. Man reagierte aber schnell auf diesen Fehlstart und Lehmann konnte mittels sattem Schuss, nach feinem Zuspiel von Neuenschwander, den Ausgleich markieren. Anschliessend schaffte man es leider nicht, die vorhandenen technischen Vorteile auch in spielerische Dominanz umzumünzen. Und so entwickelte sich ein kampfbetontes, von rüden Fouls und spielerischer Armut geprägtes Spiel – gewürzt mit unnötigen Zwei-Minuten-Strafen und ständigen Scharmützeln mit allem und jedem, was sich gerade in der Nähe befand. Diese Scharmützel gipfelten dann in diverse Beleidigungen des gegnerischen Trainers, bei dem es sich scheinbar um ein Mitglied der Surseer Lokalprominenz handelt. Trotzdem konnte bis Redaktionsschluss dessen Identität leider nicht zweifelsfrei geklärt werden. Vermutet wird dass es sich entweder um den ersten Posaunisten der Guggsurruugger Sursee oder um den 5. Platzierten der Gansabhauet 2024 handeln könnte. Sachdienliche Hinweise sind bitte direkt an den Chronisten zu richten. Item, es blieb schlussendlich bei der Punkteteilung, mit der eigentlich niemand so richtig zufrieden sein konnte.
Die Gelegenheit zur Korrektur gab es nur wenig später im zweiten Spiel des Tages gegen UHC Frenkendorf-Füllinsdorf. Der Gegner war uns weitgehend unbekannt und so blieb dem ein oder anderen Schwarzenbacher beim Anblick einzelner Spieler das Lachen im Hals stecken: diverse Spieler des Gegners würden auch auf einem Schwingplatz eine gute Falle machen. Mit einer Mischung aus Ehrfurcht und leichter Panik blickten wir auf die gegnerischen Hünen, rieben uns mit allerlei vorbeugenden Mitteln die Körper ein und starteten etwas nervös ins Spiel. Die Nervosität legte sich, da man gut ins Spiel fand. Zwar krachte es da und dort, ohne aber bleibende Schäden davonzutragen. Anders als im ersten Spiel konnte man auch die Führung erzielen, Hiltbrunner traf aus dem Gewühl vor dem Tor nachdem er schön von Lehmann freigespielt wurde. Leider konnte man die Führung nicht mehr ausbauen, auch weil ein Distanzschuss von Aeschimann nur am Querbalken landete. Je länger das Spiel dauerte desto bemerkbarer machte sich das strenge erste Spiel: die Beine wurden schwerer und schwerer und so fand der Gegner immer besser ins Spiel. Der gewohnt sichere Rückhalt Beetschen konnte die ersten gefährlichen Abschlüsse noch allesamt entschärfen, gut 10 Minuten vor Schluss war aber auch er machtlos und der Ausgleich war Tatsache. Und besser wurde es nicht: etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss entwischte einer der flinken Gegner der müden Schwarzenbacher Abwehr und traf zur vielumjubelten Führung. Manch einer aus Frenkendorf war sich da des Sieges schon sicher, machte aber die Rechnung ohne das Trainerduo Beer / Burger: geistesgegenwärtig wurde das Timeout genommen und bei erstbester Gelegenheit der Torhüter mit einem sechsten Feldspieler ersetzt. Kurze Zeit später war es genau dieser sechste Feldspieler Fontana, der den Ausgleich markierte. Fairerweise muss gesagt sein, dass es wahrscheinlich auch Schiedsrichter gibt, die im Vorfeld ein Foul eines Schwarzenbachers abgepfiffen hätten. Uns war das aber herzlich egal und wir freuten uns einfach über den Ausgleich. Der Gegner war deutlich weniger erfreut: der Torhüter geriet derart in Rage dass er von seinen Teamkameraden zurückgehalten werden musste und der gegnerische Trainer betrat unerlaubterweise das Feld um das Schiedsrichtergespann auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Glücklicherweise für uns blieb der Ausgleich bestehen. Glücklicherweise für die Frenkendorfer liessen die Schiedsrichter bei den heftigen Protesten Gnade vor Recht ergehen und bestraften nur den Torhüter mit einer Zwei-Minuten-Strafe, der Trainer kam um den eigentlich verdienten Platzverweis herum. Somit bot sich uns noch die Möglichkeit mit einem Mann mehr zu agieren und das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Bis auf einen Abschluss in der letzten Sekunde von Aeschimann, der knapp am Tor vorbei zischte, wurde man aber kaum gefährlich. Ein Sieg wäre aber auch zu viel des Guten gewesen und so blieb es beim glücklichen Unentschieden.
Nach dem Spiel blickte man in zahlreiche bedröppelte Schwarzenbacher Gesichter: durch diese beiden Remis, musste man doch die gerade erst erkämpfte Tabellenführung wieder abgeben. Jetzt liegt es am Trainerteam die Mannschaft in den kommenden Wochen wieder aufzubauen und auf die Siegerstrasse zurückzuführen.
Aufstellung: Beetschen, Neuenschwander, Zaugg, Aeschimann, Röthlisberger, Hiltbrunner, Lehmann, Siegenthaler, Fontana, Jäggi, Wanzenried, Wüthrich